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#winemaking #erklärbär

Was ist Wein?

Was ist Wein?

Wein ist – einfach gesagt – gepresste und vergorene Trauben. Bevor die Trauben aber gepresst und vergoren werden, gibt es noch einige Arbeitsschritte für den Winzer.

 

Die Trauben werden im Weinberg gepflückt (die sog. Lese) und im Weingut angeliefert, um sie dort weiterzuverarbeiten. Dieser Weg muss immer relativ schnell gehen, da sonst schon die natürliche Gärung oder Oxidation einsetzen könnte. Je nach Weingut gibt es unterschiedliche Möglichkeiten weiter zu verfahren. Es werden meist die Trauben entrappt (Früchte von den Stielen entfernt). Dies kann maschinell oder per Hand erfolgen. Falls die Aussortierung von guten und schlechten Trauben noch nicht im Weinberg erfolgt, kann dies nochmals auf einem Sortierband im Weingut gemacht werden. Diese Vorgänge nutzen manche Winzer auch doppelt, um so nur bestes Lesegut zu verarbeiten.

Anschließend werden die Trauben gepresst. Je nach Qualitätsanspruch des Winzers, mit mehr oder weniger Druck. Bei geringem Druck hat der Winzer einerseits weniger Ertrag, aber andererseits auch nur den schmackhaftesten Saft. Hier werden nämlich auch keine Kerne zerstört, die dann Bitterstoffe im Wein auslösen könnten.

Die Schalen und Kerne, die dann übrig bleiben, nennt man Maische bzw. Maischekuchen. Dieser kann je nach Philosophie weiterhin benutzt werden z.B. als Dünger im Weingut oder auch als Grappa-Trester weiterverkauft werden.

Der reine Saft, der übrig bleibt, nennt man Most.

Bei der Arbeit im Weinberg fängt schon die Philosophie und der Qualitätsanspruch des Winzers an. Auf unseren Weinreisen erfahren wir immer wieder neue Gesichtspunkte. Beispielsweise war beim letzten Mal ein großes Thema, die Handlese bzw. die maschinelle Lese (also mit Vollernter). Hier scheiden sich eindeutig die Geister. Vor- und Nachteile hat meiner Meinung nach beides… Bei der Handlese hat der Winzer eindeutige Gewissheit, dass nur die Trauben gepflückt werden, die er möchte. Doch auch die Vollernter heutzutage sind technisch auf so hohem Niveau, dass genauestens eingestellt wird, wie schonend geerntet werden kann. Größter Vorteil bei der maschinellen Ernte ist der Zeitfaktor. Es geht alles viel schneller…

Was besser oder schlechter ist, darf sich jeder selbst seine eigene Meinung bilden.

Wie es dann im Keller weitergeht, erfahrt ihr beim nächsten Mal. 😉

©Ramona Nüßler